Energieversorgung

Entscheidungen zur Energieversorgung sind wichtige Bausteine beim Klimaschutz. Wir betrachten das Thema für Euch im Folgenden etwas näher.

Bild by Darko Križić

Wechsel zum Ökostromanbieter

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom! Wichtig ist bei der Auswahl darauf zu achten, dass der Anbieter auch in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert und langfristig Kohle- und Atomstrom abgelöst werden. Ökostrom ist nicht per se teurer – besonders wenn man schon lange bei seinem alten Stromanbieter ist. Der Wechsel ist oft unkompliziert, da der Ökostromanbieter die Ummeldung für den Neukunden übernimmt. Utopia hat 7 Ökostromanbieter getestet. Hier die Liste der besten Ökostromanbieter aus diesem Vergleich.

Als Hintergrund für die, die es genau wissen wollen: Die EnergieAgentur.NRW hat eine Übersicht erstellt, in der die Mengen an CO2-Äquivalenten (CO2eq) für die häufigsten Stromerzeugungsformen gegenüber gestellt werden. CO2-Äquivalente geben an, wie hoch das Treibhausgaspotential eines Gases (z. B. Methan oder Wasserdampf) ist, im Vergleich zur gleichen Menge an CO2 über einen Zeitraum von 100 Jahren. Stromerzeugungsformen, die hohe Mengen an CO2 und CO2-Äquivalente erzeugen, tragen also wesentlich zur Erderwärmung bei.

Die Übersicht der EnergieAgentur.NRW ist im Folgenden aufgeführt und zeigt deutlich die großen Unterschiede der verschiedenen Stromerzeugungsformen bei der Entstehung von CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde. Der Wechsel zu einem Naturstromanbieter ist also ein einfacher Weg, um einen wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz zu erbringen.

Quelle: EnergieAgentur.NRW, Präsentation „Klimabilanz Photovoltaik“, Vergleich zu anderen Stromerzeugungsformen, Folie 7, 9/2017.

Die eigene Photovoltaikanlage auf dem Hausdach

Es ist sehr befriedigend, den Strom, den man verbraucht, selbst zu gewinnen – denn so ist er sauber und nachhaltig produziert.

Eine eigene Solaranlage auf dem Hausdach kann ohne Speicher etwa ein Drittel und mit eingebautem Speicher etwa zwei Drittel des jährlichen Strombedarfs in einem gewöhnlichen Haushalt decken, wenn sie ausreichend dimensioniert ist.

Das Angebot an Anbietern für Photovoltaik-Anlagen ist vielfältig. Nur wenige jedoch bieten Lösungen für Flachdächer an und noch weniger haben Lösungen, die eine geringe Höhe haben. Denn auf dem Riedberg spielen nicht nur praktische und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle, sondern nicht selten auch optische Vorgaben, damit die Nachbarn z. B. nicht gestört werden. Eine gute Lösung bieten hier einige Firmen, die Solarpanele in unseren Breiten nicht wie gewöhnlich mit 30° nach Süden ausrichtet, sondern nur 10° neigen und nach Ost-West ausrichten. Dadurch schließt die Anlage optisch bei den meisten Häusern auf dem Riedberg bündig mit der Attika des Hausdachs ab und ist dann von unten nicht zu sehen. Die niedrige Neigung und Ausrichtung nach Ost-West erzielt über den Jahresverlauf (und besonders bei niedrigen Sonnenständen) eine gleichmäßigere Energiemenge.

Bei den meisten Häusern mit Flachdach auf dem Riedberg ist kein Bauantrag nötig, muss aber natürlich im Einzelfall geprüft werden. Bei begrünten Dächern ist eine Befreiung auf Begrünung des Daches beim Bauamt einzureichen.

Die eigene Photovoltaikanlage auf dem Balkon

Auch für den Balkon gibt es inzwischen einfache Lösungen, um Solarpanele anzubringen und zu nutzen. Einige Anlagen bis 620 Wp können laut deren Hersteller über die Steckdose ins Hausnetz einspeisen. Preislich liegt das bei den meisten Anlagen zwischen 300-800€. Infos zu dem Thema findet ist bei machdeinenstrom.de.

Frankfurt spart Strom

Bei der Aktion „Frankfurt spart Strom“ der Stadt Frankfurt werden Stromspar-Tipps und ein Online-Verbrauchscheck angeboten. Die Stadt zahlt außerdem eine Stromsparprämie ab einer Stromeinsparung im eigenen Haushalt von mindestens 10 Prozent .